2. Dezember – Schneeflöckchen Weißröckchen

Pünktlich zum Dezemberbeginn hat es fast überall geschneit. Auch wenn die weiße Pracht nicht von langer Dauer ist (wenigstens bei uns), ist es herrlich, den Flocken beim Tanzen zuzusehen und Spuren im Schnee zu hinterlassen. Passend dazu das zweite Kalendertürchen:

Seit vielen Jahren ist es bei uns Tradition, für den 1. Advent diese Schneeflocken zu basteln. Wahrscheinlich hat sie jeder schon mal zusammengefaltet und geschnipselt. Ich schreibe Euch trotzdem eine kleine Anleitung, dann sind sie wieder im Gedächtnis.

Die Schneeflöckchen gehen super einfach und schnell und der Spaßfaktor ist groß, da man nie genau weiß, was einen beim auseinanderfalten erwartet. (Da erschallt am fröhlichen Basteltisch manch ein erstauntes „Oh“ und „Ah“ oder auch mal ein kleiner Fluch.)

Was mir zusätzlich besonders gut an dieser Bastelaktion gefällt ist, dass man dafür so gut wie nichts braucht. Ich liebe minimalistische Kreativprojekte.
Man benötigt:

  • Fleißige Bastelhände (auf den Fotos hat sich unsere Älteste als Handmodel zur Verfügung gestellt), je mehr davon, desto besser. Dann ist die Flockenausbeute besonders groß und es können besonders viele Fenster dekoriert werden.
  • Einen Notizzettelblock (den eh so gut wie niemand benutzt, aber jeder in irgendeiner Büroschublade rumfahren hat).
    Und falls es wirklich jemanden gibt, der keinen weißen, quadratischen Zettelblock besitzt, der stellt einfach selbst Quadrate aus Druckerpapier her, Größe eigentlich egal.
  • Scheren (da geht die dicke Küchenschere genauso wie die Nagelschere, für besonders filigrane Arbeiten)
  • Einen Staubsauger, um die vielen kleinen weißen Schnipsel hinterher mühelos zu beseitigen. ;o)

Zuerst wird das Quadrat Spitze auf Spitze gefaltet. Das so entstandene Dreieck wird nun wieder halbiert. Und das ganze noch ein drittes Mal wiederholt.
Ihr habt nun ein kleines Dreieck vor Euch.

Nun werden mit der Schere verschiedene Ecken ab- oder ausgeschnitten, seid mutig, probiert Euch auch. Es ist fast alles erlaubt. Rundungen, tiefe Schnitte, Spitze ab, halbe Herzen,…

Nur die geschlossene Kante (hier rosa markiert) darf nicht komplett abgeschnitten oder durchtrennt werden, denn hier hängt die Flocke zusammen.
Aber das werdet ihr sehr schnell raushaben. (Und wem beim auffalten noch nie der Stern in viele kleine Teile zerbröselt ist, der darf sich gerne bei mir melden und bekommt einen dicken Applaus!)

So könnte das Dreieck zum Beispiel aussehen. Je mutiger und kreativer Ihr seid, desto abwechslungsreicher werden die Flöckchen.

Hier ist ein kleiner Teil unserer Ausbeute. Stolze Mutti. 😉

Ein Geheimtipp ist, die weißen Zauberpapiere noch für eine Nacht in einem dicken Buch zu pressen, dann werden sie schön flach und können besser aufgehängt werden.
Nun zieren sie bei uns einige Fenster im Wohn- und Esszimmer.

Geheimtipp: Als großer Schneckenpost-Fan möchte ich Euch nicht verheimlichen, dass sich die Schneeflocken ganz hervorragend in einen Umschlag stecken lassen, um jemand anderen damit zu überraschen.

Überhaupt kann ich so eine weihnachtliche Bastelaktion nicht nur für Eltern mit ihren Sprösslingen empfehlen, sondern überhaupt jedem. Wann ward ihr denn das letzte mal kreativ?

Also Schere und Papier holen, die Kerze am Adventskranz anzünden, Weihnachtsmusik im Hintergrund dudeln lassen und einfach mal loslegen. Was kann schon schief gehen??

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