Eine neue Herausforderung – Doppelkopf

Dieser Beitrag ist zwar schon etwas älter (unvorstellbar, sogar älter als Corona), aber er schlummert hier schon so lange, dass ich ihn nun endlich aus seinem Dornröschenschlaf aufwecke.

Vielleicht inspiriert es Euch, mal wieder ein Kartenspiel zu zücken oder mal etwas ganz anderes, Unbekanntes auszuprobieren.

Es braucht gar nicht viel für einen sehr unterhaltsamen Abend. Vier fröhliche Damen, einen freien Tisch und ein Kartenspiel. (Getränke und Knabberzeug waren als i-Tüpfelchen auch noch mit dabei…).

Gestern Abend war ich das erste mal zum Doppelkopf eingeladen. Dies ist ein altes Kartenspiel, dass man immer zu viert spielt. Und es ist durchaus komplex.
Mich da rein zu fuchsen hat tierisch Spaß gemacht. Hoch konzentriert und motiviert habe ich mich auf meine Karten gestürzt und siehe da, in Grundzügen habe ich das Spiel sogar verstanden. Ich befürchte nur, man braucht viele, sehr viele Spieleabende, bis man seine Karten wirklich beherrscht.
Aber das Anfängerglück war mir hold und ich hatte nicht nur überdurchschnittlich oft ein super Blatt, sondern auch noch wirklich tolle Mitspielerinnen.
Denn besonders gut hat mir gefallen, dass man im Team spielt, zwei gegen zwei. Immer die beiden, die die Kreuz Dame haben, spielen zusammen. Das raffinierte dabei ist, dass man zu Beginn noch gar nicht weiß, wer die bessere Hälfte denn nun ist.

Ich werde jetzt sicher nicht beginnen, Euch das Spiel hier zu erklären, dass wurde

a) anderenorts sicher schon viel besser getan und

b) das würde ich mir auch noch nicht zutrauen. Es gibt soooo viele Sonderregeln…

Und warum erzähle Euch das alles? Weil mir dieser Abend mal wieder deutlich gezeigt hat, dass man sich immer wieder mal neuen Herausforderungen stellen sollte. Ich hatte schon einige Bedenken, gleich als vollwertiges Mitglied in einer erfahrenen Doppelkopfrunde bestehen zu müssen. Was, wenn ich es nicht richtig kapiere. Was, wenn immer das Team in dem ich bin, verliert? Und wenn die anderen dann total genervt sind?? (Denn ich mag diese Damen wirklich gern!).

Da machen wir uns das Leben oft selbst schwerer als es sein müsste. Was ist denn ganz realistisch das schlimmste, was passieren könnte? Blamage, Peinlichkeit und Demütigung? Denn nichts dergleichen ist geschehen. Meine Mitspielerinnen waren total geduldig und haben über meine Fehler gelacht. Denn auch sie haben irgendwann das erste mal gespielt…

Was wäre gewesen, wenn ich vor lauter Bedenken erst gar nicht gegangen wäre?
Ich hätte einen tollen Abend mit wundervollen Menschen verpasst. Und ich hätte nie dieses wirklich reizende Spiel kennengelernt.

Also, habt keine Angst, traut Euch was zu und probiert neue Dinge aus, nicht zu viel Nachdenken und einfach ins kalte Wasser springen. Stellt Euch wirklich die Frage: „Was ist denn schon das schlimmste, was passieren kann??“ Wahrscheinlich nicht viel. Belohnt werdet Ihr auf jeden Fall mit einer neuen Erfahrung und eventuell ist diese tatsächlich auch noch gut. ;0)

Und ich?  Ich werde wohl noch öfter die „Kreuzdame zücken“, den „Fuchs fangen“, eine „Armut“ haben, „“oder eine „Hochzeit feiern“ und mal wieder vergessen, dass ich „Farbe bekennen“ muss. Ich freu mich drauf!!

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