Im Mai wird durchgewirbelt – Vorratsschrank und Co

Einen wunderschönen guten Morgen (jedenfalls bei mir gerade).

Das Wasserunglück im Keller hat mein „Im Mai wird durchgewirbelt Projekt“ ziemlich durcheinander gebracht. Ich habe zwar inzwischen noch die eine oder andere Ecken ausgemistet, aber leider noch nicht alle, die auf der dafür erstellten Liste standen.

Aber das macht nichts. Ich verlängere einfach in den Juni, um das Projekt abzuschließen. Warum mich selbst so stressen? Den Schubladen ist es egal, wann ich Ihnen meine Aufmerksamkeit schenke. ;0)

Viel wichtiger als eine perfekt abgearbeitete ToDo Liste, ist das dran bleiben. Solange ich in Bewegung bleibe und weiter gehe, werde ich ans Ziel kommen, egal wie lange ich dafür brauche. Das ist viel besser, als den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben weil es eben nicht perfekt geklappt hat. Denn das Leben ist super darin, einem immer wieder unerwartete Stolpersteine in den Weg zu schubsen.

Das trifft bei mir auf einige Lebensbereiche zu, kennt ihr das auch?

Jetzt aber genug der einleitenden Worte, ihr wollt sicher Taten sehen. Et voila:

Vor einigen Tagen habe ich unseren großen, weißen Schrank fertig durchgewirbelt. Das ist das Möbelstück mit dem meisten Stauraum in unserem Haus, deswegen habe ich mir auch zwei Tage Zeit gelassen. Der Linke Teil ist unsere „Vorratskammer“. Denn bei aller Liebe zu unserer schnuckeligen Wohnung, ein solch praktisches Räumchen fehlt ihr leider.

Die rechten beiden Türen sind unser Stauraum für „alles mögliche“. Das werdet ihr gleich sehen.
Das ist auch der Teil, den man wirklich regelmäßig durchgehen muss, denn über die Monate hinweg findet dort alles ein zu Hause, was sonst irgendwie keinen Platz hat. Hat den Vorteil , dass die Wohnung direkt ordentlicher aussieht, aber eben auch den Nachteil: aus den Augen, aus dem Sinn:
Geschenke, Bastelprojekte, volle Schulhefte, ausgeliehene Bücher… alles findet dort ein temporäres zu Hause.

Also beginnen wir mit dem Vorratsschrank:

Fach für Fach habe ich alle Dinge hinausgeräumt, das nun leere Fach ausgewischt und dann Stück für Stück alle Dinge in die Hand genommen und entschieden, was damit passieren soll.
Das war hier ziemlich einfach, denn dieser Teil des Schranks war schon ganz gut organisiert und so wusste ich auch gleich, was wohin kommt.

Durch die Corona-Krise haben sich auch bei uns ein paar Vorräte mehr angesammelt, als wir sonst haben.
Wir waren zwar super entspannt, was Hamsterkäufe angeht, aber irgendwie kann man sich dem dann doch kaum erwehren und packt zur Sicherheit noch eine zweite Dose Mais und ein extra Päckchen Reis ein (wenn es denn mal welchen gab).
So hat sich unser Vorrat mit der Zeit auch auf den rechten „Nicht-Lebensmittel-Schrank-Teil“ ausgebreitet. Aber damit war jetzt Schluss! Husch husch, jeder wieder an seinen Platz.

Mein Mann hatte die Idee, ob wir doch einen Mini-Notvorrat anlegen, falls so etwas wieder vorkommen sollte. Dann könnten wir wenigstens die ersten paar Tage ohne einkaufen über die Runden kommen.

Deshalb sind einige länger haltbare Lebensmittel (plus Seife, feuchte Tücher und Toilettenpapier) in eine Kiste in den Keller gewandert. Uns ist klar, dass dies nicht den umfänglichen Empfehlungen der Regierung entspricht, aber für unser Sicherheitsbedürfniss ist es ausreichend. Zudem haben wir noch zwei Kisten Wasser eingelagert, da wir sonst nur Wasser aus dem Hahn trinken.

Damit das Essen im Keller nicht schlecht wird, erinnert uns ein Kalendereintrag im kommende Frühjahr daran, die Dinge durchzuschauen, aufzuessen und evtl. zu ergänzen.

Hier also das Ergebnis:

Die beiden Fotos oben zeigen nun den ganzen Schrank (stellt es Euch einfach als ein Bild vor).
In den untersten beiden Fächern sind die gängigsten Putzsachen, Taschentücher, Ersatzmüllbeutel…

Darüber sind vier Fächer für die Lebensmittel reserviert, sortiert nach Backzeug, trockenen Vorräten und eben der ganze Rest wie Dosen.
(Nudeln, Reis und Kartoffeln bewahren wir an einem anderen Ort auf.)

Darüber sind noch unsere Medikamente und etwas Verbandszeug, eine Kiste mit Spezial Gagets für Staubsauger und Co, und schließlich noch unsere Popcornmaschine und der Vorrat an Küchenrolle. Da wir die immer seltener benutzen, ist ein Aufbewahrungsort, den ich nur mit Leiter erreichen kann, durchaus zweckmäßig.

Nun zu Teil zwei. Das Doppeltüren-Disaster… ich hab mich gar nicht getraut ein vorher Foto zu machen… aber eine Einblick in den Boden davor gewähre ich Euch. So sieht „work in progress“ also aus.

Auch hier bin ich Fach für Fach durchgegangen. Einige Dinge sind in den Keller gewandert (Erinnerungskisten), einige in die „Weg“-Umzugskiste und es war wirklich auch erstaunlich viel Müll dabei: Stifte ohne Deckel, gebrochene Lineale, vollgeschriebene Hefte und unbrauchbares Bastelmaterial.

Manche Gegenstände gehören nicht mir, sondern anderen Familienmitgliedern. Über diese entscheide nicht ich. Es wurde ein großer Sammelberg auf dem Esstisch gebildet und zur Abendessenszeit, als eh alle versammelt waren, sind wir zusammen den Stapel durchgegangen.

Das ist eine ganz wichtige Regel: Egal wie sehr Euch Dinge von anderen stören oder ihr sie gerne loswerden würdet.
Jeder sortiert nur seinen eigenen Krust.

Es ist nicht einfach, voller Elan an ein Entrümpelprojekt zu gehen, wenn die Mitbewohner nicht mit ziehen. Doch auch dafür gibt es Lösungen. Dazu ein anderes mal mehr (ist notiert).

Nachdem also auch die Dinge der anderen sortiert sind und teilweise ein neues zu Hause gefunden haben (oder auch in die Weg-Kiste gewandert sind), ist unser Schrank nun richtig luftig. ;o)

Zwei Fächer so gut wie frei. Da sieht erst mal seltsam aus, aber ich weiß genau, mit der Zeit werden auch die sich wieder füllen. Bis es an die nächste Wirbelrunde geht.

Soll ich Euch auch noch kurz diesen Schrankinhalt vorstellen?
(Da bin ich mir wirklich nicht sicher, ob das irgendwen interessiert?? Aber wehren könnt ihr Euch ja auch nicht. ;o)

Im untersten Fach sind unsere (nun sehr reduzierten) Bastelsachen und bunten Papiere. Viele Dinge sind ins Zimmer unsrer Jüngsten gewandert, die gerade eine sehr kreative Phase durchlebt. (Was wir durchaus unterstützenswert finden).

Dann kommen unsere großen Brettspiele. Die kleineren sind in einer Schublade in der Esszimmerkommode untergebracht, das ist übersichtlicher.

In den fünf kleinen Kisten ist vor allem Bürobedarf: Ersatzstifte, Kleber, Krimskrams… und direkt darüber sind Blätter, Blöcke und Co.
In den zwei Holzstehsammlern sind leere und volle Schulhefte. So spar ich mir das ständige Einkaufen und die vollen Hefte sind erst mal gut versorgt und werden dann zum Schuljahresende durchgegangen.

Tja, dann noch mehr Dinge (Musik, Sport und Spiele), unsere Bettwäsche, Fotobücher und das „Best of“ der Kinderbücher… Ich mag es, dass das alles hinter Türen aufbewahrt wird. So wirkt der ganze Raum viel ruhiger und ich muss nicht so viel entstauben.

Und das war auch schon der sehr persönliche Einblick in unsere Habseligkeiten. Jedenfalls derjenigen, die nun schon einer genauen Insepektion unterzogen wurden.

Als nächstes geht es an die Küche… huiui. Dafür habe ich extra zwei Tage eingeplant, weil ich weiß, was mich erwartet.

Was ich zum Schluss aber noch loswerden wollte.
Ich bin unglaublich dankbar, dass ich hier schreiben kann. Einerseits macht es mir wirklich viel Freue und andererseits, schafft es durchaus auch Verbindlichkeiten.
Ich weiß nicht, ob ich mich sonst aufgerafft hätte, um den Schrank durchzuschauen.
Lust hatte ein keine besonders große… ehrlich.

Aber nun, da es geschafft ist, fühlt es sich so viel besser an.
Loslassen tut gut.

Versprochen!

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