Eiskalte Pfötchen

(Diesen Text habe ich vor ziemlich genau einem Jahr geschrieben, aber irgendwie nie veröffentlicht.
Das möchte ich heute gerne nachholen. Zwar haben sich einige Parameter geändert (der Mann im Homeoffice und ganz viel Schnee letzte Woche!! 🥰 ), aber das hier beschriebene Problem habe ich noch nicht gelöst…
Ich freue mich also auf Eure Ratschläge.)

Es ist bibber-bitterkalt, sogar tagsüber steigt das Thermometer kaum über den Gefrierpunkt. Endlich ist es richtig Winter! Sogar der Bach, an dem ich oft vorbei komme, beginnt vereiste Ränder zu bilden und der Tau morgens auf den Feldern glitzert weiß. So schön!! Und hier unten, in der wärmsten Ecke des Landes, schon wirklich eine Seltenheit…
Irgendwie hatten die sehr milden und sonnigen Wintertage, die wir davor hatten einen leicht bitteren Beigeschmack. Merkt man den Klimawandel wirklich so deutlich? Ich befürchte Ja. Und die Vorstellung, dass hier kaum noch Schnee liegen wird (und „kaum“ ist hier eher voller Hoffnung geschrieben, denn vielleicht sollte ich besser „überhaupt kein Schnee“ mehr schreiben) macht mich zutiefst traurig. Um so mehr freue ich mich für die Natur über das klirrendkalte Wetter!


Wer sich hingegen nicht ganz so freut, sind acht meiner Finger (komischerweise betrifft es nicht die Daumen). Denn zum neuen Jahr haben mein Mann und ich getauscht, bisher hatte ich oft das Auto, um zur Arbeit zu kommen, während er die öffentlichen Verkehrsmittel nutzte.
Mit dem neuen Jahr habe ich den Vorsatz, mit dem Rad zu fahren, wann immer es geht. Mit Bus und Bahn brauche ich es gar nicht erst versuchen, hier auf dem Land ist die Verbindung so katastrophal schlecht, dass ich fast genau so schnell die gut zehn Kilometer gelaufen bin.
Außerdem weiß ich, dass mir die frische Luft auf dem Heimweg gut tut, ich komme viel entspannter zu Hause an. Und mein Arbeitsweg ist so radfreundlich, fast nur Feldwege, kaum Autos, also gut machbar.

Wenn da nur nicht die eiskalten Finger wären. Alle anderen Körperteile kann ich so gut schützen, dass es kein großes Problem ist. Aber die Finger! Trotz guter Handschuhe tun mir diese irgendwann richtig weh… Das mindert den Fahrspaß ungemein!
Also wenn einer von Euch einen Geheimtipp hat, was man dagegen tun kann, bitte meldet Euch!

Das sind wohl die kleinen Hürden, die es in einem grüneren Alltag zu meistern gilt. Aber so schnell gebe ich nicht auf!

Denn das Gefühl der wohligen Wärme, die sich sehr schnell ausbreitet, wenn man sein Ziel erreicht hat, fühlt sich wundervoll an. Und mindestens genau so das gute Gewissen, eine günstige Verkehrsalternative genutzt zu haben.

Also lasst Euch vom Wetter nicht abschrecken! Raus auf den Drahtesel und die vereiste Winterlandschaft genießen, die an Euch vorbei zieht…

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