Mein „besonderer“ Sommer 2020

Kann es denn wirklich sein, dass es schon Mitte November ist? Wo ist die Zeit hin??
Schon so lange wollte ich Euch von meinem Sommer erzählen und nun ist es schon fast Weihnachten?

Doch noch ist die Kiste mit der Weihnachtsdekoration im Keller und bevor ich Euch meine liebsten Herbstbilder zeige, einige meiner Adventskalender-Ideen mit Euch teile oder ich Euch wieder mitnehme in den ganz normalen Wahnsinn… davor möchte ich doch noch ein paar Bilder und Worte zu diesem sehr speziellen Sommer loswerden. Denn auch wenn er gespickt war mit Herausforderungen, großen und kleinen Krisen, tiefer Unsicherheit und einem enormen Wirbelsturm, der durch mein Innerstes gewütet ist, gab es doch genug Glücksmomente, die es verdient haben, festgehalten zu werden.

Ich wäre nicht ich (und zwischendurch hatte ich das Gefühl, ich war es tatsächlich nicht), könnte ich nicht auch den Sinn, das Gute und das Positive in einer schwierigen Lebensphase wie dieser sehen. Immerhin entsteht dadurch oft Veränderung und ich LIEBE Veränderungen. Da schlummert immer ungeahntes Potenzial, man findet kreative Lösungen und manchmal wird man ganz unverhofft auf der Lebensleiter eine Stufe nach oben geschubst.
Ist ja immerhin nicht das erste mal, dass das Leben besondere Herausforderungen für mich bereit hält. Auch wenn man meist erst im Nachhinein sehen kann, wozu das alles gut war.
Ich behaupte, dass mein spezieller Sommer sehr gut in dieses „besondere“ Jahr passt. Beide irgendwie zu Teilen doof, sonderbar und trotzdem schön.

Jetzt aber genug geplappert. Lasst uns direkt in ein paar besondere und wundervolle Glücksmomente hinein hüpfen:

Noch bevor die Sommerferien losgingen, hatte ich das große Glück und Geschenk, mir eine lange Auszeit nehmen zu dürfen. Weg vom Alltag und den Verpflichtungen.
Hinein in eine andere Welt: Eine Welt voller ZEIT:
Ganz viel Zeit für mich, Zeit in der Natur, Zeit für Bewegung und Zeit um in mich rein zu hören, Zeit für Mittagsschläfchen, Spaziergänge, gutes und genussvolles Essen, Zeit für dicke Bücher, Zeit für unendlich viele Tassen Tee und die leckersten Waffeln der Welt, Zeit zum Gitarre spielen und singen. Zeit für interessante Gespräche und jede Menge Zeit zum Lachen. Herrlich! Überhaupt waren die vielen neuen Begegnungen und die wundervollen Menschen die ich kennenlernen durfte, das allerbeste!

Das Bild zeigt mein Zimmer, Blick aus dem Bett und das war auch der erste Morgen, an dem ich aufgewacht bin. Und zwar durch den Sonnenaufgang. Die Sonne hat mir direkt ins Gesicht geschienen und mich an der Nase gekitzelt. So möchte ich jeden Morgen geweckt werden und es war dann noch genug Zeit übrig, die Strahlen zu genießen, zu dösen, um dann ganz langsam und gemütlich in den Tag zu starten.

Auf dem Liegestuhl im Garten, nichts tun.
Da braucht es nicht mehr Worte.

Wir haben auch kleine Ausflüge unternommen und immerhin habe ich einen zweiten Verrückten gefunden, der mit mir in diesem herrlichen (nicht ganz warmen) See schwimmen war. Zum Glück habe ich erst im Nachhinein von den großen Wasserschlangen erfahren, die es hier gab. ;o)

Es gibt kaum etwas schöneres, als mit den Füßen im Matsch zu stehen und den Schlamm durch die Zehen „gatschen“ zu lassen.
Die sympathischste Konditorin der Welt und ich konnten den Besuch eines tollen Barfußparks mit einer kleinen Wanderung verbinden und diesen Tag habe ich so genossen! Die netten Gespräche, die leckeren Pommes zur Belohnung, die Sonne im Nacken und vor allem die vielen verschiedenen Untergründe (Holz, Laub, Kiesel, Zapfen, Schlamm, Muggelsteine,…) unter den Füßen.
Fußreflexzonenmassage vom Feinsten.

Diesen Sommer bin ich viel Zug gefahren. Und ich stelle fest, es gibt keine schönere Art zu reisen. Man kommt so entspannt von A nach B. Auf einer Strecke (über vier Stunden, mit drei mal Umsteigen), war der Akku meines Handys leer. Also keine Musik, keine Nachrichten, kein eBook… sondern nur aus dem Fenster schauen und die Gedanken fliegen lassen.
Das sollte man sich öfter mal gönnen. Echte Langeweile!!

Ich habe noch nie so viele Sonnenauf- und Untergänge bewundert, noch nie so farbenprächtiges Abendglühen gesehen, wie diesen Sommer. Aber ich war sicher auch noch nie so viel draußen unterwegs… Krass, was die Natur da mal eben schnell an den Himmel zaubern kann.

Kaum war ich nach meiner langen Auszeit wieder zu Hause ging es auch schon weiter, zu einer ganz besonderen Aufgabe:
Gute Freunde haben Drillinge bekommen, ist das nicht unglaublich???
Und ich hatte die Ehre ihnen für einige Tage zur Seite stehen zu dürfen.
Mein Gott, sind die drei putzig!

Aber auch: Was für eine Aufgabe!! Was die beiden da stemmen ist unvorstellbar! Und sie machen es so phantastisch… Die drei Zwerge hätten sich kein besseres zu Hause wünschen können. Hut ab, Ihr fünf!
Ich freu mich schon so sehr auf ein Wiedersehen. ❤️

Zum Glück komme ich ja aus der für mich schönsten Stadt der Welt!
Ich liebe Konstanz und den Bodensee… Stundenlang am Wasser zu laufen erfüllt mich mit innerer Ruhe und einem Gefühl von „alles ist gut!“.
Ob die Menschen, die dort leben dürfen eigentlich wissen, wie schön sie es haben??

Welche Hausfrau kennt das nicht, die lästige Frage: „Was soll ich denn heute wieder kochen?“ Mit den Jahren geht oft die Lust am Herd zu stehen etwas verloren, die Kreativität lässt nach und das Genörgel der Kinder kann manchmal ziemlich nerven.
Ich habe diesen Sommer sieben Wochen (SIEBEN!!) nicht kochen müssen und wurde verwöhnt. Mit vielen neuen Gerichten, jeder Menge Gemüse und Salat, auch mal was Besonderem…

Aber ich gebe zu, das Kochen hat mir richtig gefehlt. Ich hatte wieder auf Dinge Lust, die mir sonst etwas zu den Ohren raus hingen, weil die Kinder die sich seit Jahren immer und immer wieder wünschen.

Hätte ich nicht gedacht, dass mir das Kochen so fehlen würde. Und seit ich nun wieder zu Hause bin, freue ich mich jedes Mal, wenn ich unseren Essensplan für die Woche erstelle wie eine Schneekönigin. Mutiger bin ich auch geworden und probiere viel mehr neue Gerichte aus.
Alleine wenn ich heute an das Mittagessen denke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Mmmhh…

Und dann war ich endlich wieder richtig zu Hause.
Da war der Sommer eigentlich auch schon vorbei. Wobei wir uns über diesen Herbst mal überhaupt nicht beschweren dürfen. Sooo viele schöne Sonnentage.
Mein Mann und ich hatten sehr viel Redebedarf… es gab einiges zu besprechen, zu diskutieren und zu planen. Das bleibt wohl nicht aus, wenn einer vor beiden ganz viel Zeit hat, sich mit sich selbst auseinander zu setzten.

Ganz besonders freut es mich, dass wir diese Gespräche oft bei einer schönen Laufrunde führen.
Und sogar das Wandern haben wir für uns entdeckt.
Man wird halt nicht jünger. ;o)

Das war jetzt ein klitzekleiner Einblick in meinen Sommer.
Schreibt doch mal für Euch auf, was die schönsten Momente Eures Sommers waren. Da gab es sicher auch jede Menge.
Oder teilt sie hier mit uns…

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