Meine Geheimwaffe gegen das Chaos – der Timer

Habt ihr gewusst, dass der unscheinbare Wecker auf Eurem Handy noch ganz andere, zauberhafte Möglichkeiten bereit hält?

Die Timerfunktion.

Ohne die, wäre ich nur halb so produktiv, vor allem an den Tagen, an der die Motivation mir nicht aus allen Poren quillt.

Die Spülmaschine muss ausgeräumt werden (ganz dringend, denn sonst kann das dreckige Geschirr, das überall rumsteht ja nicht „versteckt“ werden), der Boden ist voller Krümel und die Blumen lassen die Köpfe hängen,… Jeden Tag gibt es undenklich viele Dinge zu tun. Eine Sisyphusarbeit. Fertig ist man nie. Da geht einem schon mal die Lust und die Puste aus.

Und das schlimmste was man machen kann, ist es vor sich her zu schieben. Dann drückt einem die ganze Zeit das schlechte Gewissen aufs Gemüt. Ideale Begleiter für diesen Gemütszustand sind bei mir das Handy (YouTube und Co), was zu knabbern oder sonst irgendetwas mit dem man sich vorzüglich ablenken kann und die Zeit verbummelt.
Wenn ich das „Schauen und Kauen“ wenigstens genießen würde… aber so?

So passiert es, dass mit dem schlechten Gefühl des „Vor-sich-her-schiebens“ (Prokastination, für die Füchse unter uns) mehr Zeit vertrödelt wird, als die eigentlichen Aufgaben überhaupt gebraucht hätten.

Hier kommt jetzt der Timer ins Spiel (es geht auch eine ganz normale Eieruhr):

Stellt eine bestimmte Zeit ein, nicht zu lange, so dass ihr auf jeden Fall konzentriert dabei bleiben könnt, meine Empfehlung: Lieber klein beginnen, vielleicht nur 15 Minuten. Eine Viertelstunde ist ja nur ein Bruchteil des Tages, so lange schafft man es auch doofe Aufgaben durchzuhalten.

Also hoch mit dem Hintern vom Sofa und denken: Nur diese 15 Minuten! Und das erstaunliche daran ist, dass man soooo viel mehr in dieser Zeit erledigen kann, als man vermuten würde.

Der Trick: Sich vorher kurz überlegen, was die dringlichsten Aufgaben sind, konzentriert dabei bleiben, gern mit flotter Lieblingsmusik und dann Timer starten und loslegen. Nicht drüber nachdenken, einfach anfangen.
Seht es, wie einen Wettkampf, ihr gegen die Uhr. Wieviel ist in 15 Minuten machbar??
Und GANZ wichtig: Wenn der Wecker klingelt. Stop!
Allerhöchstens noch gerade die Aufgabe zu Ende bringen, an der ihr seid, aber dann ist echt Schluss!
Timer summt – Aufhören – Lächeln und sich selbst auf die Schulter klopfen!

Für mich war das Ausräumen der Spülmaschine immer ein Graus, irgendwie habe ich es nicht geschafft, mich dazu aufzuraffen. Die Konsequenz daraus war, dass sich die Teller stapelten und uns die sauberen Gläser ausgingen. Die Küche war einfach nicht „im Flow“. ;o)

Bis ich mal gelesen habe, ich sollte die Zeit stoppen, wie lange ich wirklich dafür brauche.
Gesagt, getan: Es waren keine vier Minuten. In 3 Minuten und 47 Sekunden war alles versorgt!!
Ist das nicht verrückt, wegen knapp vier Minuten hatte ich tagelang ein ungutes Gefühl im Bauch, gemischt mit einem schlechtem Gewissen?

Welche Aufgaben fallen Euch schwer? Ist es das runterbringen des Mülls (2 Minuten), das Säubern der Waschbecken (3 Minuten),…

Natürlich kann man in einer Viertelstunde keinen Frühjahrsputz veranstalten, das Sofa vorziehen, alle Fenster putzen und den kompletten Rasen mähen. Aber darum geht es auch nicht.

Ich wirbel inzwischen zwei mal am Tag (morgens und abends) für 10 bis 20 Minuten durch die Wohnung (je nach Chaoszustand). Und das ist an den meisten Tagen genug, um unser zu Hause in einem passablen Zustand zu halten.

Abends hilft die ganze Familie mit (dazu ein anderes mal mehr) und dann sind 10 Minuten wirklich eine Zeiteinheit, in der jede Menge passieren kann.
(Zusatz-Bonus: Seit die Kinder groß sind, muss ich nur noch selten die Spülmaschine ausräumen, dass übernimmt meistens einer der Nachkommen! Juchu!!)

Versucht es: Timer stellen und loslegen. Ihr werdet überrascht sein, was ihr alles schaffen werdet.

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