Quarkbällchen – süß und saftig

Was wäre denn die Fasnacht ohne „Fettgebackenes“?

Normalerweise gehen wir jedes Jahr am Faschings-Donnerstag zur Schwester meines Mannes. Dort versammelt sich die reiche Enkelschar für ein leckeres Zwei-Gänge-Menu:
Zuerst gibt es Omas legendäre Nudelsuppe und zum Nachtisch frisch gebackene Berliner, mit verschiedenen Füllungen… und zwar so viele man schafft!!
Puh, das können viele sein, denn man muss ja mindestens von jeder Sorte einen Berliner kosten: mit Marmelade, mit Vanillecreme, mit Nutella.

Es ist schön in kulinarischen Erinnerungen zu schwelgen.
Aber dieses Jahr hat nichts geholfen, ich musste selber an den Herd.
Denn ich dachte mir, mit einem würdigen Ersatzessen, wenigstens etwas die Tradition aufrecht erhalten zu können (und natürlich der Familie eine Freude zu machen).

So habe ich bei der tollen Oma einen Topf Nudelsuppe bestellt (denn die bekomme ich einfach nicht so hin, da sind sich alle Kinder einig), der uns auf Grund der Wetterverhältnisse sogar vom Opa geliefert wurde. Wie genial ist das denn??

Da ich keine Fritteuse besitze, und nicht sehr geübt im Frittieren bin, habe ich mich an ein altes Quarkbällchenrezept erinnert, dass ich vor Jahren mal in mein Rezeptebuch geschrieben habe. Alles was es in dieses Buch hineinschafft, hat sich als sehr schmackhaft erwiesen.
Und ich muss sagen: So ist es. 😉

Hier also das Rezept (ergab bei uns etwa 30 LeckerSchmeckerKugeln):

  • 250g Quark (20%)
  • 1 Prise Salz
  • 125g Zucker (plus mehr, zum drin wälzen)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 250g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Öl oder Fett zum Ausbacken

Alle Zutaten bis auf Mehl und Backpulver gut miteinander verrühren.
Dann die beiden weißen Pulver dazu geben und nochmal richtig gut verkneten. Der Teig ist ziemlich zäh.

Anschließend in einem kleinen Topf ein neutrales Öl (ich hab Rapsöl genommen) auf mittlerer Stufe erhitzen (bis sich an einem Holzstiel blasen bilden).
Mit zwei Teelöffeln Teig abstechen (ich habe einen Mini-Eisportionierer dafür genommen) und ins heiße Fett geben und backen, bis sie goldbraun sind. Ich konnte immer sechs Stück auf einmal brutzeln.

Auf ein paar Blättern Küchenrolle etwas auskühlen lassen und dann in Zucker wälzen. Fertig. ;o)

Und was soll ich sagen?
Von der Familie für superlecker befunden, es wurden alle direkt verputzt und die Stimmung war so wenigstens ein ganz kleines bißchen närrisch. (Immerhin hat die unverschämte Mutti tatsächlich vorgeschlagen, dass sich jeder eine bunte Nase malt, der ein Quarkbällchen möchte…)
Meine Nase war blau. Sonst ist dieses Jahr wohl eher „Hautfarbe“ angesagt. 🥳

Na, wie wäre es bei Euch mit ein paar selbstgemachten Quarkbällchen zu Rosenmontag??

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