11. Dezember – Lyrik

Es ist etwas ganz besonderes eine Karte per Schneckenpost zu bekommen. Wenn auf dieser Karte dann noch ein selbstgeschriebenes Gedicht steht, bekommt sie einen Ehrenplatz!! Am Kühlschrank und im Herz.

Dieses Glück hatte ich letzte Woche. Und weil ich die Zeilen so schön und passend für diese Zeit finde, möchte ich es heute mit Euch teilen.
(Natürlich habe ich den Autor vorher um Erlaubnis gebeten.)

Auszeit

Die Welt wirkt grade grau und trist,
man denkt, dass man alleine ist.
Familie, Freunde sieht man nicht,
viel mehr Dunkelheit als Licht,
macht sich in der Seele breit,
Glück wird verdrängt durch Wut und Leid.

Am besten mal die Augen schließen
und die Welt im Kopf genießen:
Grashalme mit Morgentau,
buntes Rad – der Schwanz vom Pfau,
ein Blick aufs Meer im Abendrot,
gute Butter, warmes Brot,
Kerze, die die Nacht erhellt,
ein leuchtend gelbes Roggenfeld,
ein Gespräch – ein richtig tolles,
dazu ein Glas – ein richtig volles,
die Lieblingshose überstreifen,
schief den Sommerhit mitpfeifen,
die ganze Nacht nur Sterne gucken,
von der höchsten Brücke spucken!

Und nun öffne Deine Lieder,
reck und strecke Deine Glieder,
schöpfe langsam wieder Mut,
bald ist wieder alles gut!

Von Philip

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