„Zauberhafte“ Baguettes

Heute mal etwas ganz anderes, besonders leckeres zum Thema „Küchenglück“.

Vor langer Zeit bin ich über ein Rezept gestolpert, das viele unter dem Namen „Baguette Magique“ kennen.
Es wurde ausprobiert und für sehr gut befunden. Seit dem ist es fester Bestandteil in unserem Speiseplan. Mit den Monaten habe ich die Rezeptur noch leicht abgeändert.
Und das Ergebnis möchte ich Euch heute nicht vorenthalten:

Eigentlich ist es das einfachste Rezept, das ich kenne!

Ich sage nur 5, 4, 3, 2, 1… LECKER!!

Warum der Countdown? Weil sich so wirklich JEDER das Rezept merken kann.
Denn man nehme:

  • 500 g Mehl
  • Knapp 400 ml Wasser
  • 1/3 frische Hefe
  • 2 Tl Salz
  • 1 mal ganz heiß backen (oder 1 mal mit ganz viel Liebe zubereiten, aber wenn ich das sage, verdrehen die Kinder schon wieder die Augen ;o)

Nicht nur das es super einfach ist, es ist auch noch total günstig. Ich backe aus diesem Rezept 3 kleine Baguettes und diese kosten (selbst mit Verzierung und Strom) keinen Euro. Und zwar zusammen, nicht pro Stück.
Außerdem verursachen sie, bis auf den Hefewürfel (der reicht aber auch für 9 Baguettes) und die Mehl-Papiertüte keinen Müll.

Also, wen das nicht überzeugt??

Zuerst in einer Schüssel das Mehl mit dem Salz vermischen.

Ich habe dieses mal 1050er Weizenmehl genommen, dann ist es etwas vollwertiger.
Sehr gut geht aber auch das 550er Mehl, aber auch das klassische 405er geht phantastisch.
Nehmt einfach, was da ist.

Zum Glück sind ja Mehl und Hefe auch wieder überall verfügbar.

Das Hefestück in warmem (nicht heißem) Wasser auflösen.

(Frische Hefe lässt sich übrigens phantastisch einfrieren, am besten schon in Drittelstücken. Nur bitte direkt in warmem Wasser auflösen und nicht erst auftauen lassen, sonst wird sie sehr schleimig.)

Das Hefewasser zum Mehl kippen und mit einem Löffel kurz verrühren. Der Teig ist deutlich flüssiger, als normaler Brotteig. Es reicht auch schon, so lange zu rühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.

(Wer jetzt glaubt, das es ganz ohne dreckige Hände geht, den muss ich leider enttäuschen, denn zum Baguette formen, gibt es dann doch etwas Sauerei.)

Deckel drauf und die „Pups-Tierchen“ (so haben meine Kinder Hefe früher immer genannt) in Ruhe arbeiten lassen.

Eine genaue Zeitangabe habe ich nicht. Ich bereite den Teig meist am frühen Nachmittag zu und lasse ihn bis eine gute halbe Stunde vor dem Abendessen stehen.

Der Teig geht prima auf, hat große Luftblasen und ist sehr klebrig.

Deswegen am besten auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche kippen (hier wirklich nicht mit Mehl sparen).

Mit bemehlten Händen den Teig in drei Stücke teilen.

Die Stücke in die Länge ziehen und dabei leicht in sich verdrehen. Es macht gar nichts, wenn das Ergebnis etwas ungleichmäßig wird. Das ist das wundervolle an diesem Rezept. Es geht überhaupt nicht um Perfektion.

Wie ihr auf dem Bild unten sehen könnt, sind sie in etwa gleich lang und bestehen sehr grob aus der gleichen Menge Teig. Mehr aber auch nicht.

Ich habe mir vor einigen Monaten ein Baguetteblech gegönnt. Wenn ihr keines habt, geht es aber genauso gut, wenn man die Baguettes auf ein normales Backblech legt.

Alternativ bäckt man den Teig einfach in einer Kastenform. Auch eine Gugelhupfform geht. Ich könnte mir auch Brötchen im Muffinsblech vorstellen…
Dann sind es zwar keine Baguettes mehr, aber dafür spart man sich die mehligen Hände und die dreckige Arbeitsfläche.

Einfach mal ausprobieren.

Natürlich kann man die drei Knusperstangen auch noch etwas aufpimpen.

Unsere Lieblingsvarianten sind:

  • Sesam
  • Mohn
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne
  • Alles kunterbunt gemischt

Jetzt kommt der geheime Trick:

Den Backofen gut vorheizen, er muss richtig heiß sein: 250 Grad Ober/Unterhitze.

Der Ofen wird bei uns angeschaltet, wenn die Baguettes frisch geformt sind, so haben sie noch mal ein paar Minuten Zeit zu wachsen, bis es dann in die heiße Röhre geht.

Wenn die Temperatur erreicht ist, die Brote in den Ofen schieben und direkt eine Hand voll Eiswürfel mit auf den Boden des Ofens werfen.

Das zischt herrlich und sorgt für jede Mange Dampf im Ofen. Dadurch bildet sich eine extra knackige Kruste.

Nach etwa 20 Minuten (beim ersten mal etwas beobachten, hier ist jeder Ofen etwas anders), können die goldbraunen Stangen aus dem Ofen geholt werden.

Am besten gleich warm verspeisen.

Mit einem kalten Tomate-Mozarella-Salat ein Traum!!

(Und jetzt zum Test, wer hat sich das Rezept gleich beim ersten mal durchlesen merken können??)

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